Neue Westfälische (Bielefeld): Anträge auf Kleinen Waffenschein in Ostwestfalen-Lippe vervielfacht

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In Ostwestfalen-Lippe hat sich die Zahl der
Anträge auf Erteilung des sogenannten Kleinen Waffenscheins im ersten
Halbjahr dieses Jahres vervielfacht. Das berichtet die in Bielefeld
erscheinende Neue Westfälische (Montagausgabe). Nach Recherchen der
Zeitung wurden etwa im Kreis Gütersloh im ersten Halbjahr 2016 746
Berechtigungen erteilt, eine Schreckschuss- oder Gaspistole mit sich
zu führen. In den Jahren 2011 bis 2015 waren es zusammen nur 381.
Ähnlich das Bild in den Kreisen Lippe und Minden-Lübbecke. Waren es
im Kreis Minden-Lübbecke in den letzten fünf Jahren insgesamt nur 222
Berechtigungen, die ausgegeben wurden, sind es im ersten Halbjahr
bereits 731 Stück. Für die Sicherheitsbehörden in NRW ist die Tendenz
mehr als Besorgnis erregend. Viele dieser Waffen, die unter den
Kleinen Waffenschein fallen, sehen scharfen Pistolen oder Revolvern
täuschend ähnlich. Und dies sei, so das NRW-Innenministerium, für die
Streifenbeamten ein riesengroßes Problem. Sie müssten oft in
Sekundenbruchteilen entscheiden, welcher Konfrontation sie
ausgesetzt sind. Dies könne eine große Gefahr für die Einsatzkräfte,
aber auch für Tatbeteiligten sein.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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