Neue Westfälische (Bielefeld): Blutiger Streit zwischen Muslimen und Jesiden Den Glaubenskrieg mitgebracht Jürgen Mahncke

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Mitten in Bielefeld: Vor einer
Flüchtlingsunterkunft sitzen stundenlang verzweifelte Frauen
jesidischen Glaubens im Straßengraben. Auf dem Schoß haben sie
weinende Kindern, notdürftig in Decken gehüllt. Sie waren mit ihren
Familien vor radikalen Muslimen aus dem Nordirak und Syrien nach
Deutschland geflohen. Sie flüchteten vor Menschen, die in den Reihen
der IS-Miliz als Dschihadisten für Angst, Schrecken und Tod sorgen.
Als religiöse Minderheit in ihrer Heimat hofften sie, in Deutschland
eine neue sichere Bleibe zu finden, den Glaubenskrieg zurückzulassen.
Doch auch hier treffen sie jetzt wieder auf die Menschen, die ihre
religiöse, extrem islamistische Tradition ausleben. Dass es bei dem
Gewaltausbruch am Wochenende in Bielefeld letztlich auch um den Krieg
im mittleren Osten geht, kann keiner abstreiten. Dieser
Glaubenskrieg, der im Irak und in Syrien schon unzählige
Menschenleben gekostet hat, war offenbar auch im spärlichen
Reisegepäck der nach Deutschland geflüchteten Jesiden und
Tschetschenen. Auf engstem Raum in Flüchtlingseinrichtungen
untergebracht sind die Ankömmlinge vom Regen in die Traufe gekommen.
Die den gegenseitigen Hass und fanatische Religionsausübung bereits
von Kindesbeinen gelernt haben, leben jetzt Tür an Tür. Der Versuch,
schon bei der Unterbringung mögliche Konflikte zu vermeiden, war
bislang zu halbherzig. Eine striktere Trennung bei der Unterkunft
nach Religion und Kultur könnte helfen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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