Neue Westfälische (Bielefeld): Forderung nach Personalstandards in Krankenhäusern Erst muss die Fallpauschale passen Martin Fröhlich

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Was im Bereich der Psychiatrie recht ist, kann
in Fachdisziplinen der Krankenhäuser nur billig sein – sagt der
Marburger Bund. Er meint damit die Personalvorgaben, die es künftig
für die psychiatrischen Einrichtungen geben soll. Unter Vorgaben ist
zu verstehen, dass ein Mindeststandard an Personalausstattung
vorgeschrieben wird. Der Verband der angestellten Ärzte will das zum
Generalprinzip machen. Und nicht nur auf dem Papier, das zeigt die
Diskussion um dieses Thema. Wer die Personalvorgaben nicht erfüllt,
darf entweder bestimmte Leistungen nicht mehr anbieten oder wird
dafür nicht mehr den Standards entsprechend bezahlt. Nun wäre es im
Sinne der Patienten, wenn festgelegt wird, wie viele Ärzte und wie
viel Pflegepersonal mindestens vorzuhalten sind. So würde ein
bestimmter Versorgungsstandard gewährleistet. Der Vorstoß würde einen
Trend umkehren: Es arbeiten heute deutlich weniger Pfleger und
Pflegerinnen auf den Stationen als noch vor 20 Jahren. Doch wer den
Ruf nach Personalstandards formuliert, muss auch sagen, wie das
bezahlt werden soll. Die Fallpauschalen erlauben es den
Krankenhäusern nicht, deutlich mehr Pflegepersonal einzustellen. Mit
Pflege verdient man kaum Geld, mit Operationen schon. Das
Fallpauschalensystem ist auf ärztliche Leistung ausgerichtet, nicht
auf Patientenbetreuung. Erst muss das angepasst werden, dann dürfen
die Standards verbindlich festgeschrieben werden.

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