Neue Westfälische (Bielefeld): Grünen-Fraktionschef in NRW begrüßt Registrierung von Flüchtlingen in Herford und Münster

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Düsseldorf. Der Vorsitzende der Grünen im
nordrhein-westfälischen Landtag, Mehrdad Mostofizadeh, hat den Plan
der Landesregierung verteidigt, Flüchtlinge auf dem Gelände des
Flughafens Münster-Osnabrück sowie in der Herforder Harewood-Kaserne
zu registrieren. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden
Neuen Westfälischen (Mittwochausgabe) sprach Mostofizadeh von einer
„sinnvollen Maßnahme zur Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen“.
Derzeit flüchteten mehr Menschen nach NRW, „als wir nach dem
Königsteiner Schlüssel aufnehmen müssen“.

Angesichts der Versorgung der Flüchtlinge zeigte sich der
Grünen-Politiker besorgt. „Wir haben zunehmend extreme
Schwierigkeiten, die Menschen menschenwürdig unterzubringen“, sagte
Mostofizadeh. Es sei an der Zeit, Städte und Gemeinden sowie
ehrenamtliche Helfer und Hilfsorganisationen zu entlasten. „Sie
wollen den Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf geben, sondern
auch ihre Integration voranbringen.“

Mostofizadeh zeigte Verständnis für die finanziellen Nöte der
Kommunen. Sie sehen sich bei der Unterbringung von Flüchtlingen
inzwischen an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit und warteten bisher
vergeblich auf strukturelle Entlastungen vom Bund, sagte der Chef der
Grünenfraktion. Er sprach sich daher für eine Pro-Kopf-Pauschale des
Bundes aus. 10.000 Euro pro Flüchtling würden als auskömmlich
angesehen. „Die Große Koalition müsste so mindestens acht Milliarden
Euro an Kommunen und Länder zahlen.“

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
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