Neue Westfälische (Bielefeld): Kabinett verabschiedet den Bundesverkehrswegeplan Mehr Dynamik entfalten Matthias Bungeroth

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Die Anforderungen des Mobilitätszeitalters in
die Infrastruktur des Straßen-, Schienen- und Wasserwegenetzes sind
gewaltig. Und: Sie verändern sich mit einer Dynamik, die noch vor
wenigen Jahren niemand als realistisch angesehen hätte. Anders
ausgedrückt: Insbesondere viele Autobahnen und Bahnstrecken sind
heute längst an ihre Belastungsgrenzen gestoßen. Ergo: Der
Verkehrskollaps ist – wir können es in diesen Schulferienzeiten
gerade an den Wochenenden beobachten – in vielen Ballungsräumen und
auf den stark frequentierten Routen bereits Realität. Betrachtet man
die Aussichten für die Zukunft, sieht es kaum rosiger aus. Im
Gegenteil. Nach Prognosen, von denen Bundesverkehrsminister Alexander
Dobrindt ausgeht, wird der Personenverkehr zwischen 2010 und 2030 um
12,2 Prozent zunehmen, der Güterverkehr im gleichen Zeitraum um
rasante 38 Prozent. Dem ohnehin schon stressgeplagten Autofahrer aus
Ostwestfalen-Lippe, der oft auf der Autobahn 2 unterwegs ist, kann
angesichts dieser Aussichten Angst und Bange werden. Und doch ist es
richtig, dass das Verkehrsministerium zunächst einmal darauf setzt,
die bestehende Infrastruktur von Straßen, Schienen und Wasserwegen
anzugehen, statt einen zeitlich wie finanziell als Mammutprojekt
einzuschätzenden achtspurigen Ausbau jener Autobahn 2 einzuplanen.
Denn die Erfahrung zeigt: Mehr Asphalt zieht zumeist noch mehr
Kraftverkehr nach sich. Allerdings ist der Bundesverkehrswegeplan
auch mit vielen unbekannten Größen behaftet. So hängt die
Finanzierung des stattlichen, 270 Milliarden Euro umfassenden Paketes
naturgemäß auch davon ab, ob die Steuereinnahmen des Staates auch in
künftigen Jahren so kräftig sprudeln wie derzeit. Zudem ist die
Frage, ob für die in den jeweiligen Regionen eingeplanten Maßnahmen
auch das Bau- und Planungsrecht vorliegt, um mit den Arbeiten
beginnen zu können. Forderungen der Bauwirtschaft, das Land
Nordrhein-Westfalen möge mehr Planungsingenieure einstellen, um diese
Voraussetzungen zu erfüllen, sind zwar richtig. Doch muss die
Bauwirtschaft ihrerseits Maßnahmen im Plan realisieren.
Verkehrsbauprojekte dürfen nicht Lückenfüller für auftragsarme Zeiten
der Unternehmen sein. Wir brauchen moderne Infrastruktur für mehr
Mobilität. Je eher, desto besser.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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