Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Abschaffung des Achtstundentags Selbst ist die Arbeitszeit Anna Steinmeier

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Ein Relikt von 1884. Genau das ist der
Achtstundentag. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die
digitalisierte Arbeitszeit sich in einen Zeitrahmen von acht Stunden
pressen lässt – zumindest nicht an einem Stück. Schon längst sind

Homeoffice und gestückelte Arbeitszeiten keine Unbekannten
mehr. Sie werden die Norm werden. Dass der Arbeitstag dadurch
deutlich länger wird, ist unwahrscheinlich, wenn man jetzt die
richtigen Weichen stellt. Und die sollten nicht von alternden
Verbänden und Gewerkschaften ausdiskutiert werden, sondern von denen,
die diese neuen Arbeitszeiten betreffen: der sogenannten Generation
Y, deren Millionäre ihr Geld nicht mit klassischen 9-bis-5-Jobs
verdienen, sondern mit Blogs und Youtube-Kanälen – die bekannterweise
24-Stunden-Geschäftszeiten haben. Was diese Generation braucht, sind
keine im Gesetz festgelegten Arbeitszeiten. Sie braucht die
Ermutigung zur Selbstbestimmtheit, damit die, die ihr angehören,
entscheiden können, wie lange und in welchem Umfang sie arbeiten
wollen. Denn die Arbeitszeit sollte das sein, was man heutzutage von
jungen Arbeitnehmern erwartet: flexibel und individualisierbar.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
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