Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Abwanderung aus dem Osten hält an Nur das Schrumpfen tut weh Martin Fröhlich

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Zwei Phänomene, eine Folge: Durch Abwanderung
und Landflucht geht vielen Orten im Osten die Bevölkerung aus. Es
gibt nur wenige junge Menschen in Dörfern und Kleinstädten zwischen
Rügen und Fichtelberg. Alle Bemühungen seit 1989, die Abwanderung gen
Westen zu stoppen, greifen nicht. Die Arbeitsplätze reichen nicht
aus, um jungen Leuten Perspektiven zu bieten. Ganz so einfach ist es
allerdings nicht. Großstädte wie Leipzig, Dresden und Jena, in denen
es Jobs, Kultur und Lebensqualität gibt, erleben Zuwanderung. Der
immer noch in vielen Köpfen als Makel geltende Stempel
„Ostdeutschland“ reicht als Erklärung allein nicht aus. Die Prognosen
bleiben also düster. Doch wieso düster? Ist eine geringere
Bevölkerung grundsätzlich schlecht? Nein. Was schmerzt, ist der
Prozess des Schrumpfens. Die Jahre des Übergangs zu pulsierenden
Städten mit dünn besiedeltem Umland sind geprägt von Überalterung und
wegbrechender Infrastruktur. Hier braucht der Osten Hilfe. Ein
Wegschauen sollte sich der Rest des Landes nicht erlauben. Denn in
den ersten West-Regionen hat das große Schrumpfen auch längst
begonnen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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