Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bundeswehr und Cyber-Krieg Höchste Zeit CARSTEN HEIL

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Das klingt nach Revolution. Jedenfalls ist es
keine kleine, unbedeutende Veränderung. Die Bundeswehr bekommt eine
vierte Teilstreitkraft: Neben Marine, Luftwaffe und Heer kommt ein
Cyber-Bereich dazu. Ganz so drastisch drückt es das
Verteidigungsministerium zwar nicht aus, aber de facto ist der Aufbau
eines Organisationsbereiches „Cyber-Krieg“ – oder weniger aggressiv
„Cyber-Abwehr“ – nichts anderes. Es wird auch höchste Zeit. Denn die
Bedrohung durch Attacken über das Internet wird immer realer und
immer größer. Was passiert im hoch technisierten Deutschland, wenn
die Rechner und Server der Versorger angegriffen und lahmgelegt
werden? Wie ist es um die herkömmliche Verteidigungsbereitschaft der
Bundeswehr bestellt, wenn ihre System ausgeschaltet werden? Die
Bundeswehr hat allein im Jahr 2014 etwa 6.000 Angriffe auf ihre
IT-Anlagen registriert. Und nicht zuletzt sind auch offensive
Cyber-Aktivitäten wünschenswert. Lieber die gegnerische
Kriegsfähigkeit durch eine gute Cyber-Attacke ausschalten, als echte
Bomben werfen. Fragen wird sich Ursula von der Leyen jedoch, ob sie
genug Geld für die Beschäftigung entsprechender Experten hat. Sind
die Gehaltsstrukturen einer über Jahrzehnte gewachsenen Organisation
Bundeswehr geeignet, Top-Spezialisten anzulocken? Auch die Wirtschaft
buhlt in diesem Bereich um die Besten.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
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