Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Der SWR kuscht vor SPD und Grünen und lädt die AfD nicht ein Fatale Entscheidung Stefan Brams

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Die Rechts-Populisten von der AfD dürfen nicht
an den Fernsehduellen der Spitzenkandidaten vor den Landtagswahlen in
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz teilnehmen. Das hat der SWR
entschieden. Und zwar nicht aus freien Stücken, sondern weil die
Spitzenkandidaten der SPD (Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz) und der
Grünen (Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg) gedroht hatten,
den TV-Duellen fernzubleiben, wenn die AfD, wie vom Sender geplant,
eingeladen wird. Eine fatale Entscheidung. Intendant Peter Boudgoust
hätte, statt mit „zusammengebissenen Zähnen“ vor dem Ansinnen von SPD
und Grünen zu kuschen, selbigen lieber die Zähne zeigen und leere
Stühle an ihrer statt im Studio platzieren sollen. So hätte er
demonstrieren können: Wir sind unabhängig, unsere Aufgabe ist es,
Debatten zu ermöglichen, die Dreyer und Kretschmann dann hätten
nutzen können, um die AfD zu entzaubern. Stattdessen gab–s den Kotau.
Damit haben die Spitzenkandidaten und der SWR der AfD und ihren
Anhängern nur weitere Munition für ihre Verschwörungstheorien von den
gleichgeschalteten Medien geliefert. Der AfD dürfte diese
Wahlkampfhilfe nur recht sein, denn sie lebt davon, dass sie immer
wieder in ihrer Opferrolle bestätigt wird. Diesen Gefallen sollten
die etablierten Parteien der AfD genauso wenig tun wie die
öffentlich-rechtlichen Sender. Wir brauchen die kritische Debatte,
die gründliche Recherche, die intensive Ausein-
andersetzung
mit den Rechtspopulisten, um sie und ihre einfachen Rezepte zu
entzaubern.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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