Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Gaucks Festrede zur Deutschen Einheit Ein verzichtbarer Vergleich Martin Fröhlich

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Große Anlässe brauchen große Reden.
Bundespräsident Joachim Gauck hat beim Festakt zur deutschen Einheit
den Bogen von 1990 zu 2015 geschlagen, von Mauerfall und
Wiedervereinigung zur Flüchtlingswelle. Wozu? Nun kann man alles
miteinander vergleichen. Durchaus auch Äpfel und Birnen. Doch die
Sinnfrage darf immer gestellt werden. An der Stelle wird es
schwierig. 1990 hieß es, es wachse zusammen, was zusammengehört.
Gauck sagt, es solle nun zusammenwachsen, was bisher nicht
zusammengehörte. Aha. Unterschiedliche Sprache, Kultur, Geschichte
bei Deutschen und Flüchtlingen. Alles richtig. Doch was hat die
Einheit mit den Flüchtlingen zu tun? Beides große Aufgaben? Stimmt.
Aber das war es mit den Parallelen. Vielleicht hätte Gauck besser auf
den Vergleich verzichtet. Zu glatt ist das Eis, auf das er sich
begibt. Wenn alles nur noch vor dem Hintergrund der Flüchtlingsfrage
gesehen wird, birgt das das Risiko des Überstrapazierens. Das löst
eher negatives Empfinden aus. Was bring das den Flüchtlingen und den
vielen Helfern? Nichts.

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