Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Gerangel um Standorte für Kinderpsychiatriebetten Qualität auch für kranke Kinder PETER STUCKHARD

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Die 2013 festgelegten qualitativen und
quantitativen Ziele des NRW-Krankenhausplans sollten bis Ende 2015
umgesetzt sein. So die Landesregierung. Bei den dringend benötigten
und vom Land auch zugebilligten zusätzlichen Betten für die Kinder-
und Jugendpsychiatrie wird das nicht klappen. Bis jetzt gibt es kein
tragfähiges Konzept für die Mitte und den Norden OWLs. Wundern muss
man sich darüber nicht. Zu sehr gehen die Interessen hier
auseinander. Da sind die Krankenkassen, die eigentlich der Meinung
sind, die Versorgung sei gut genug. Wenn dann noch eine kommunale
Gesundheitskonferenz wie die der Großstadt Bielefeld die
vorgeschriebene Einmütigkeit verfehlt und die Politik den Schwanz
einzieht, muss sich niemand wundern, wenn die Landesregierung eigene
Akzente setzt, um voranzukommen. Leider geht sie im Gerangel der
Interessenten in ihrem neuen Vorschlag in der Gewichtung ihrer
Qualitätsziele fehl. Soll die bestmögliche Behandlung bei Kindern der
wohnortnahen Versorgung untergeordnet werden? Die könnte man dann ja
auch bei Brustkrebs neu beleben. Hoffentlich hört Düsseldorf auf die
Fachärzte und tritt die vorgeschlagene kleinteilige Lösung in die
Tonne.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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