Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Greenpeace will Vattenfall-Werke kaufen

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Braunkohlewerke in den Händen von
Regenbogenkriegern, die die Klimakiller lieber gestern als heute
dichtmachen würden. Was nach einem PR-Gag klingt, scheint ernst
gemeint. Greenpeace will in Braunkohle machen, damit sie nicht mehr
abgebaut wird. Der Plan wirkt abstrus, aber brutal einfach. Er passt
zu Greenpeace, nicht aber seine Größenordnung. Denn wie will der
Umweltkonzern diesen Kraftakt finanziell und organisatorisch stemmen?
Die Kosten könnten verhältnismäßig gering ausfallen, weil Investoren
weltweit die Finger von fossilen Techniken lassen. Ein Händchen für
Finanzen hat Greenpeace bislang allerdings nicht bewiesen. Erst im
vergangenen Jahr haben sich 3,8 Millionen Dollar Spendergelder in
Luft aufgelöst – frei von CO2, doch stümperhaft. Außerdem müsste ein
sozialverträglicher Übergangsplan für Mitarbeiter entwickelt werden,
die von einer möglichen Schließung betroffen wären. Bleibt zu hoffen,
dass die Klimaschützer sich der Tragweite ihrer Verantwortung bewusst
sind: 8.000 Menschen ohne Job wären ein verdammt schlechter Scherz.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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