Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Immer mehr Senioren werden Opfer von Betrügern Dreiste Methoden Matthias Bungeroth

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Jetzt sieht sich sogar das Bundeskriminalamt
genötigt davor zu warnen, dass immer öfter Senioren Opfer von
betrügerischen Taten werden, die zumeist am Telefon angebahnt und
dann in den privaten vier Wänden der Senioren vollendet werden. Denn
die Erkenntnis der Ermittler lautet: Die Methoden der Abzocker an der
Haustür werden immer dreister. Ein krimineller Trend, den die
Polizeibehörden in Ostwestfalen-Lippe, mit unterschiedlicher
zeitlicher und örtlicher Gewichtung, bestätigen können. Betrüger
behaupten, sie seien Polizisten, Freunde eines besonders lieben
Enkels, Handwerker oder Ableser der Gasuhr und verschaffen sich so
Zutritt zum privaten Umfeld älterer Menschen. Das Ende ist oft
Verständnislosigkeit, Wut und Angst. Angst auch davor, stigmatisiert
zu werden, weil man Opfer einer solchen Tat geworden ist. Dabei
sollte der gesellschaftliche Mechanismus eigentlich umgekehrt laufen.
Über die Methoden von Trickbetrügern sollte anlassbezogen im engsten
Familienkreis oft gesprochen werden. Denn wenn der Sohn oder die
Tochter vor bestimmten Tricks warnen, hat dies ein besonderes
Gewicht. Wer durch Anrufe oder Hausbesuche misstrauisch geworden ist,
sollte ebenso unverzüglich die Polizei verständigen wie derjenige der
bereits Opfer geworden ist. Die Chance, Täter zu fassen, ist hoch.
Betrugsdelikte haben eine Aufklärungsquote von rund 80 Prozent. Nur
ist das Problem wirksam zu bekämpfen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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