Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Mensch-Tier-Kreuzung Geht gar nicht Viktoria Bartsch

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Mischwesen aus Tier und Mensch sorgen bei vielen
Menschen für Angst. Zu Recht. Die Grenze zwischen Mensch und Tier
würde verschwinden. Und das geht gar nicht. Forscher argumentieren,
sie könnten irgendwann möglicherweise Krankheiten wie Alzheimer,
Depression oder Schizophrenie mit Hilfe der Kreuzung des Erbgutes von
Mensch und Tier heilen. Vielleicht. Aber selbst wenn es ihnen
gelingen würde: Das Risiko, dass jemand sein Wissen missbraucht oder
dass es ungewollt zu Ziegen mit menschlichen Gesichtern oder zu Affen
mit menschlichen Gehirnen kommt, bleibt. Wenn Genforschung, dann mit
klaren Regeln, hohen Sicherheitsstandards – und eindeutigen Grenzen.
Zum Beispiel verspricht die neue Methode Crispr bei der DNA-Forschung
zumindest weniger ungewollte Mutationen, weil keine artfremde DNA zum
Einsatz kommt. Doch diese Methode ist im Vergleich zu den
herkömmlichen so einfach, dass manche Experten schon deshalb vor
Missbrauch warnen. Auch wenn es Forschern gar nicht darum geht, neue
Lebewesen zu erschaffen, würden Kreuzungen aus Mensch und Tier die
Gesellschaft vor immense Herausforderungen stellen und eine Vielzahl
von rechtlichen und moralischen Fragen mit sich bringen. Nicht alles
was geht, muss auch gemacht werden. Und nicht alles darf erlaubt
sein.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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