Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Obama verzögert Abzug der US-Truppen aus Afghanistan Mit seinem Latein am Ende

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Dirk Hautkapp, Washington

So drastisch sieht also Scheitern aus: Barack Obama, der viel zu
früh mit dem Friedensnobelpreis dekorierte Staatsmann, wird als
Kriegsherr aus dem Amt scheiden. Sein von Beginn an von Wunschdenken
geleitetes Versprechen, Amerikas militärischen Fußabdruck in
Afghanistan komplett zu tilgen, ist endgültig Makulatur. Die vom
Westen nie wirklich erfassten Steherqualitäten der Taliban,
archaische Stammeskulturen und eine auch darum strukturell zum
Verlieren verurteilte afghanische Armee lassen ihm keine andere Wahl.
Nach dem überhasteten Abzug der US-Truppen im Irak will der Präsident
seinem Nachfolger (oder seiner Nachfolgerin) am Hindukusch kein
zweites Desaster hinterlassen. Zweifel bleiben. Warum soll 5.500
US-Soldaten gelingen, was 2011 zu Hochzeiten 100.000 GIs nicht
schafften? Das jetzt verabschiedete Truppenkontingent wird in dem
riesigen Land nur punktuell Feuerwehr spielen können. Dabei werden
verstärkt Drohnen die Drecksarbeit erledigen. Obamas Kurswechsel ist
das verbrämte Eingeständnis, dass er mit seinem Latein am Ende ist.

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