Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Rauchen im Auto Überflüssiges Gesetz Tanja Tricarico, Berlin

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Um es vorwegzunehmen: Die Gesundheit von Kindern
und Jugendlichen muss an erster Stelle stehen. Jeder Giftstoff
schädigt die Menschen. Erwachsene wie Kinder und Jugendliche. Das
muss reichen, um an die Vernunft der Raucher zu appellieren. Wenn
Kinder mitfahren, bleibt die Zigarette aus. Die allermeisten
Autofahrer halten sich auch daran. Wer will sich denn von Eltern,
Freunden oder Nachbarn sagen lassen, mitfahrende Kinder wissentlich
zu schädigen? Ein Gesetz, das Raucher zum Verzicht im Auto zwingt und
ihnen Geldstrafen androht, richtet sich an eine verschwindend geringe
Zahl von Autofahrern. Zudem wäre ein solches Rauchverbot im Auto kaum
zu kontrollieren. Auch beim Handy-Telefonieren werden nur selten
Strafen verhängt. Kaum vorstellbar, dass die Polizei flächendeckend
Autofahrer anhält, um zu prüfen, ob geraucht wurde oder nicht. Ein
Gesetz wäre ein weiterer, überflüssiger Papiertiger. Was bleibt,
ist, auf die Mündigkeit der Bürger zu setzen. Die letzten
Unbelehrbaren wird auch ein Anti-Raucher-Gesetz im Auto nicht
überzeugen. Leider.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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