Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Smartphone-Nutzung von Kindern Stress pur Stefan Schelp

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Eine entfernte Bekannte berichtete neulich, sie
habe ihren Kindern verboten, das Smartphone mit in den Urlaub zu
nehmen. War keine gute Idee. Es war kein schöner Urlaub. Auch für die
Eltern nicht. Machen wir uns nichts vor. Kaum ein junger Mensch
erträgt es heute, länger als eine halbe Stunde vom Nachrichtenstrom
diverser Whatsapp-Gruppen abgeschnitten zu sein. Wenn Arbeitnehmer
über Fluten von Mails jammern, dann sollten sie erst einmal sehen,
welche Massen von Nachrichten ihre Kinder abzuarbeiten haben. Wer
einen halben Tag lang nicht online gewesen ist, muss mit 300 bis 400
Whatsapp-Nachrichten rechnen. Mindestens. Da hilft es nichts, dass
die meisten dieser Nachrichten aus hochgereckten Daumen, Herzchen
oder Smileys bestehen. Abgearbeitet werden müssen auch sie.
Schließlich kommunizieren längst die meisten Fußball-Vereine,
Sinfonie-Orchester und Schulklassen samt Lehrer per Whats-app. Nicht
die Tatsache, dass diese Flut Stress bedeutet, ist das Überraschende.
Sondern die Tatsache, dass diese Erkenntnis sich erst jetzt Bahn
bricht. Wie bewahrt man seine Kinder also vor dem Stress und vor der
ständigen und keineswegs unbegründeten Angst, etwas Wichtiges zu
verpassen? Jedenfalls nicht, indem man ihnen das Smartphone abnimmt.
Die gute alte Vorbildfunktion könnte helfen. Wer selbst – wie der
Autor dieser Zeilen – viel zu oft am Smartphone hängt, darf sich
nicht wundern, wenn die Kinder es ihm nachtun.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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