Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Steigende Einbruchszahlen in NRW Häuser zu schlecht geschützt Peter von Kageneck

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In den Urlaub fahren, gut erholt heimkommen –
und von einem leergeräumten Haus empfangen werden. Es ist ärgerlich
genug, dass immer mehr Familien Opfer von Einbrüchen werden. Was aber
nicht nur den Betroffenen, sondern vor allem der Polizei Sorgen
bereitet, sind die mangelnden Ermittlungserfolge. Die Beamten
schaffen es lediglich, jeden siebten Einbruch aufzuklären. In sechs
von sieben Fällen also bleiben sie ratlos zurück. Der Pressesprecher
vom Landeskriminalamt sagt, es sei schwer, Täter nach einem Einbruch
zu fassen. Das ist gleichermaßen glaubwürdig wie ernüchternd.
Scheinbar findet die Polizei keine erfolgversprechenden Kniffe, um
Einbrecher zu greifen. Für die Ermittler erschwerend kommt hinzu,
dass sich offenbar immer mehr professionelle Banden aus dem
europäischen Ausland organisieren. Die wissen, wie sie schnell Beute
machen können, ohne viele Spuren zu hinterlassen. Angst hingegen ist
selbst in beliebten Gegenden nahe Autobahnauffahrten der falsche
Ratgeber. Vielmehr sollten sich Polizei und potenzielle Opfer um
clevere Prävention bemühen. Die Initiative „Zu Hause sicher“ bietet
beispielsweise polizeiliche Beratungsstellen an. Denn Einbruchsschutz
ist keineswegs selbstverständlich. Laut Polizeiangaben überwindet ein
Einbrecher ungesicherte Fenster und Türen nur mit einem
Schraubenzieher in gerade einmal 30 Sekunden. Wenn sich Einbrecher
professionalisieren, die Häuser hingegen auf dem Stand von vorgestern
bleiben, sind die aktuellen Entwicklungen zwar immer noch
besorgniserregend, aber keineswegs verwunderlich.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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