Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Strenge Regeln für Fernsteuerflüge Gefährliche Drohnen Dirk-Ulrich Brüggemann

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Die Reaktion des Bundesverkehrsministers war
abzusehen. Alexander Dobrindt fordert zu Recht strengere Regeln für
Drohnenflüge. Sind es doch gerade die Hobby-Flieger, die mit ihren
unbemannten Mini-Drohnen für eine Gefährdung des Luftverkehrs sorgen.
Vielen von ihnen scheinen die Vorschriften egal zu sein. Wie sonst
lässt sich die gefährliche Situation erklären, bei der in München
beinahe ein mit 110 Passagieren besetzter Airbus im Landeanflug mit
einer Drohne kollidiert wäre. Deren Pilot hat sich einen feuchten
Kehricht um die Vorschriften in der Nähe von Flughäfen geschert und
leichtsinnig das Leben von Menschen gefährdet. Die
Kennzeichnungspflicht für die Fernsteuerflieger wird erst der Beginn
der Reglementierung für die Hobbypiloten sein. Es wird nicht lange
dauern, bis eine Flugscheinpflicht auch für diese vom Boden
gesteuerten Kleinflugzeuge kommt. Hoffentlich gibt es ihn bald, den
Führerschein für „Klappstuhl-Piloten“. Es wird allerhöchste Zeit,
dass die Drohnensteuermänner ihre Rechte und Pflichten lernen und
beim Erwerb des Fluggerätes diese Kenntnisse auch nachweisen müssen.
Leider nur mit dieser Art der Bürokratie lässt sich ein gewisses
Quantum Sicherheit am Himmel wieder herstellen. Ansonsten wäre bald
im Luftraum bis 100 Meter Höhe die Hölle los. Und vielleicht wird
auch so ein Stück Privatsphäre wiederhergestellt, wo nicht jeder
Hobbyfernsteuerer über die heimische Terrasse fliegt und sich ein
Bild von gedeckten Kaffeetisch seines Nachbarn verschafft.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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