Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Suedlink-Trasse muss neu geplant werden Hochspannung für die Politik MATTHIAS BUNGEROTH

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Der Erfolg der Energiewende ist ein zentrales
Projekt der amtierenden Großen Koalition in Berlin. 2022 soll das
letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen, so der Plan. Bis dahin
muss die rund 800 Kilometer lange Suedlink-Trasse stehen, soll es in
Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg nicht zu einem
Engpass in der Energieversorgung kommen. Soll das Ziel erreicht
werden, muss die Politik nun zielstrebiger vorgehen als bislang.
Denn, sagen wir es deutlich, der Begriff Suedlink steht bislang für
eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen. Zu undurchschaubar für die
Bürger wurde das Projekt angegangen. Das Resultat war zwangsläufig:
Proteste häuften sich vielerorts. Einige Kommunen, wie zum Beispiel
im Kreis Höxter, sahen sich schon inmitten eines Waldes aus
Hochspannungsmasten. Gleichzeitig preschte ausgerechnet der
Vielstromverbraucher Bayern vor und setzte für sich die Verwendung
von Erdkabeln bei dem Projekt ein. Wer glaubt, mit diesem Weg
Akzeptanz für Suedlink in anderen Regionen schaffen zu können, liegt
sicher falsch. So ist die Neuplanung der Trasse auch eine Chance.
Offenheit und Transparenz sind jetzt gefragt.

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