Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Trumps Plan für die Niederlage Früh buchen Dirk Hautkapp, Washington

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Den Verdacht gab es schon seit Monaten. Aber
weil es so abwegig klang, machte ihn niemand zum Thema: Donald Trump
will gar nicht Präsident der USA werden. Er will nur – wie immer –
spielen und sich daran ergötzen, dass die ganze Welt über ihn
spricht. Betrachtet man die Schlagzahl seiner Provokationen seit dem
Parteitag in Cleveland, dann kann man nicht mehr abstreiten: Der Mann
sabotiert seine eigene Kandidatur. Je verzweifelter die Appelle der
Republikaner an ihn werden, sich zu mäßigen, desto bizarrer und
unverschämter werden seine Wortmeldungen. Präsident Obama zum
Gründungsvater des Terrornetzwerks IS zu machen gehört in diese
Kategorie wie auch sein verkappter Gewaltaufruf gegen Hillary
Clinton. Trump sieht die Konsequenzen. Er sinkt in den Umfragen wie
ein Fels im Wasser. Ändern will er sich kein bisschen. Das nennt man
Dummheit, Beratungsresistenz oder Hang zum politischen Harakiri.
Einerlei. Leiden wird am Ende nicht er. Er hat einen Rettungsschirm –
seine zwielichtige Berühmtheit. Sie wird noch wachsen. Leiden wird
die republikanische Partei. Sie ist dem Rattenfänger bis zur
Selbstverleugnung gefolgt. Von da an ist es nur noch ein kleiner
Schritt. Trump dagegen wird einen „sehr langen, schönen Urlaub“
antreten, wenn es nicht klappt. Hat er selbst gesagt. Die „Grand Old
Party“ sollte ihm die Vorteile des Frühbuchens nahebringen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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