Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Umweltbundesamt will Diesel teurer machen Otto Normalverbraucher darf zahlen Dirk-Ulrich Brüggemann

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Jetzt hat das Umweltbundesamt mal wieder die
Autofahrer ins Visier genommen. Nicht alle Autofahrer, sondern ganz
speziell die Dieselfahrer. Denn die Behörde möchte sich dafür stark
machen, dass die vermeintliche Steuervergünstigung für
Dieselkraftstoffe abgeschafft wird. Aber auch nicht für alle
Dieselfahrer. Wohl um die Wirtschaft nicht zu verärgern, soll die
Transportbranche von dieser Aktion vorerst verschont bleiben. So
schafft das Bundesumweltamt ganz bewusst eine
Zweiklassen-Dieselfahrer-Gesellschaft. Der Otto-Normalverbraucher
darf die Zeche zahlen. Er soll an der Tankstelle richtig zur Kasse
gebeten werden. Und das, obwohl er beim Kauf seiner Familienkutsche
schon tüchtig in Dieselpartikelfilter, in Ad-Blue-Technik und
Abgasrückführung investiert hat. Kein Wunder, dass der ADAC den
Vorschlag des Umweltbundesamtes nicht nachvollziehen kann und immer
wieder betont, dass der Dieselpreis an der Zapfsäule nicht
subventioniert wird. Und weil die Beamten im Umweltbundesamt gerade
dabei sind, Forderungen für die Neuorientierung der Verkehrspolitik
aufzustellen, gehen sie noch einen Schritt weiter. Wenn es nach ihren
Vorstellungen geht, sollen die Diesel-Fahrer auch gleich am
Ortseingangsschild stehen bleiben. Es ist durchaus verständlich, dass
in den Innenstädten die Werte von Stickstoffdioxid gesenkt werden
sollen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und bei vielen Menschen
die Gesundheitsprobleme wie Asthma, Atemnot oder Bronchitis zu
reduzieren. Aber das funktioniert nicht, wenn man sich nur einen Teil
der Verursacher rauspickt und aussperrt. Entweder alle Diesel raus
oder keiner. Doch wenn wir auch den Lieferverkehr per
40-Tonner-Lastwagen aus den Städten verbannen, müssen wir sinnvolle
und leistungsfähige alternative Transportmittel bereithalten. Die
Pferdekutsche taugt heute nicht mehr als Ersatz. Vielleicht haben die
Umweltexperten in Berlin ja ein Einsehen und ziehen ihre Forderung
noch einmal so lange zurück, bis Elektrofahrzeuge so ausgereift sind,
dass sie Diesel- und Benzinfahrzeuge wirklich ablösen können.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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