Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Zahl der U-3-Kitaplätze nimmt in NRW deutlich zu Neue Hausaufgaben warten MATTHIAS BUNGEROTH

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Die Kraftanstrengung ist ebenso groß wie
notwendig. Mit einem finanziellen Aufwand in Milliardenhöhe haben das
Land Nordrhein-Westfalen sowie Kommunen und Träger das Netz der
Betreuungsplätze für unter Dreijährige in Kitas und
Tagespflegeeinrichtungen dichter gemacht. Ein wichtiger Baustein auf
dem Weg hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist damit gesetzt
worden. Doch noch stehen wichtige Hausaufgaben an. Die Finanzierung
des Systems steht auf tönernen Füßen. Das wird erneut sichtbar
werden, wenn der Schlichterspruch für die Bezahlung der Erzieher in
den Kitas von bis zu 4,5 Prozent Gehaltsplus Wirksamkeit erlangt. Die
Kindpauschale mit einer Dynamisierung von 1,5 Prozent im Jahr kann
das nicht ausgleichen. Was politischer Wille in diesem Bereich
ausmachen kann, zeigt die Stadt Bielefeld. Sie zahlt den Trägern der
rund 200 Kinderbetreuungseinrichtungen freiwillig rund 4,6 Millionen
Euro pro Jahr als Ausgleich. Trotz der mehr als angespannten
Haushaltslage der Stadt. Bei all den wichtigen organisatorischen und
finanziellen Fragen darf aber eines nicht vergessen werden: das
Kindeswohl. Die Arbeitswelt müsse sich auf die Bedürfnisse von Eltern
und Kindern einlassen und nicht andersherum, fordert AWO-Bundeschef
Wolfgang Stadler. Für manche eine provokante Aussage. Aber der Mann
hat recht.

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Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
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