Neue Westfälische (Bielefeld): Linke streitet über Zukunft des Euros Der Mann im Hintergrund Jörg Rinne

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Wenn es um die Zukunft des Euros geht, kennt der
ehemalige Chef der Linkspartei, Oskar Lafontaine, kein Pardon.
Gebetsmühlenartig lehnt er seit Jahren die Gemeinschaftswährung ab
und fordert eine Rückkehr zur Möglichkeit, einzelne nationale
Währungen abzuwerten. Mit diesem Instrument will Lafontaine den
sozialen Krisenherden in Südeuropa begegnen. Massive Lohn- und
Rentenkürzungen, wie sie derzeit die griechische Bevölkerung erleiden
muss, könnten seiner Ansicht nach dadurch abgemildert werden. Aktuell
erhält der sich aus der vordersten politischen Reihe zurückgezogene
Lafontaine Unterstützung von seiner Frau Sahra Wagenknecht. Brisant,
denn damit stellt sich die designierte Nachfolgerin von Gregor Gysi
an der Fraktionsspitze der Linken im Bundestag explizit gegen ihre
Parteiführung. Die will von einer Rückkehr zu alten Nationalstaaten
in Europa partout nichts wissen. Wagenknecht dagegen sieht durch das
Euro-System die nationale Souveränität schwinden und wettert über
technokratisch getriebene Entscheidungen in Brüssel. Der Streit
trifft die Linken in einer schwierigen Phase. Gysis nahender Abschied
produziert ein Machtvakuum, das durchaus einen neuen Machtkampf über
die Ausrichtung der Partei nach sich ziehen könnte. Spannend bleibt
dabei die Frage, ob und wie Oskar Lafontaine im Hintergrund die Fäden
spinnen wird.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
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Telefon: 0521 555 271
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