Neue Westfälische (Bielefeld): Mehr Angriffe auf Rettungskräfte und Feuerwehren Raue Sitten Matthias Bungeroth

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Der Alltag für Rettungsdienste und Feuerwehren
ist hart geworden. In gut 90 Fällen wurden Angehörige dieser
Berufsgruppen 2015 in NRW während ihrer Hilfseinsätze Opfer einer
vorsätzlichen Körperverletzung. Fälle von Bedrohungen kommen in der
Statistik ebenfalls häufig vor. Experten sehen bei den Tätern einen
fehlenden Respekt allen professionellen Hilfskräften gegenüber. Ein
Alarmsignal für die Gesellschaft. Denn in der Statistik sind die
nicht strafrechtlich relevanten Vorkommnisse, die Rettungsdienste und
Feuerwehren in ihrem Alltag erleben, natürlich nicht erfasst.
Berichtet wird von verbalen Pöbeleien, Beinstellen oder mutwilligen
Beschädigungen von Geräten, die in Rettungstransportwagen installiert
sind. Raue Sitten haben Einzug gehalten. Wir sprechen hier
ausdrücklich nicht von jenen Tätern, die unter psychischen
Erkrankungen leiden. Zwar kann man (noch) nicht von einem
Flächenbrand sprechen – manche Kreisfeuerwehren kennen dieses
Gewaltphänomen so gut wie gar nicht -, doch dort, wo es relevant ist,
sollte die Gesellschaft versuchen, als Korrektiv zu wirken, wenn sich
Aggressivität zeigt. Zivilcourage hat viele Gesichter. Wegschauen
wäre ein Fehler.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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