Neue Westfälische (Bielefeld): Merkel und Hollande in Straßburg Fehlende Peilung Knut Pries, Brüssel

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Der Fall der Mauer lag noch keine zwei Wochen
zurück, als der christdemokratische Kanzler Helmut Kohl und François
Mitterrand, der sozialistische Präsident der Republik, vor dem
Europaparlament gemeinsam auftraten. Wohin die Reise letztlich gehen
sollte, unterlag keinem Zweifel: nach „Europa“. Diese Gewissheit über
die Zielpeilung ist inzwischen abhandengekommen. Vor diesem
Hintergrund trafen sich jetzt Kanzlerin Merkel und Frankreichs
Präsident François Hollande mit den Straßburger Abgeordneten. Beim
Umgang mit den Migranten wurde zwischen Ost und West erneut eine
Kluft sichtbar, und auch die Nachbarn beiderseits des Rheins sind
sich nicht überall einig. Frankreichs Beitrag zur Lösung der
Flüchtlingskrise hält sich in Grenzen, Pariser Ideen für einen
Länderfinanzausgleich stoßen in Berlin auf Misstrauen. Hier hat auch
der Doppel-Auftritt vor dem Europaparlament keine Klarheit
geschaffen. Es gibt keinen Rückweg zur nationalstaatlichen
Einzelgängerei, darüber herrscht Einigkeit. Wie der Weg in eine
gemeinsame europäische Zukunft aussehen soll, ist weiter ein Rätsel.

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Neue Westfälische
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