Neue Westfälische (Bielefeld): NRW-Kabinett beschließt Mietpreisbremse Schwacher Dämpfer Dirk-Ulrich Brüggemann

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Ob die jetzt von der NRW-Landesregierung
beschlossene Mietpreisbremse wirklich auf angespannten
Wohnungsmärkten den Mietanstieg dämpfen kann, bleibt abzuwarten. Hat
bisher das System Angebot und Nachfrage nicht auch funktioniert?
Klar, es gibt Ausreißer nach oben, aber auch nach unten. Es ist
legitim, wenn ein Vermieter einen optimalen Preis für seine Immobilie
erzielen möchte. Legitim ist aber auch, diesen Preis als Mieter
abzulehnen, wenn er ins Unbezahlbare zielt. Und findige Vermieter
werden ganz schnell Wege finden, um die Mietpreisbremse auf dem
freien Wohnungsmarkt zu umgehen. Entweder werden Abschlagszahlungen
für Einrichtungen wie die komplette Küche mit allen Elektrogeräten
fällig, oder man bekommt die Zusage für eine Wohnung nur, wenn auch
unter der Hand ein wenig Geld fließt oder der Mieter sich
verpflichtet, unentgeltlich den Garten zu hegen oder die bettlägerige
Schwiegermutter des Vermieters zu pflegen. Das Ansinnen der
Politiker, überall bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist lobenswert.
Aber sollte da nicht verstärkt in den sozialen Wohnungsbau investiert
werden? Es gibt genug Wohnraum, der in die Jahre gekommen ist und
saniert werden müsste, damit wieder Familien dort einziehen können.
Dafür staatliche Anreize zu schaffen wäre auch eine Aufgabe für die
Politik.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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