Neue Westfälische (Bielefeld): Polizeigewerkschaft fordert Einsatz von Zug-Marshalls

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Experten fordern nach der Beilattacke eines
17-jährigen Mannes in einem Regionalzug bei Würzburg mehr
Anstrengungen der Bahn und der Politik, um die Sicherheit der
Zugfahrgäste zu erhöhen. „Die Bahn muss in diesen Bereich
investieren“, so Rainer Wendt, Chef der Deutschen
Polizeigewerkschaft, gegenüber der in Bielefeld erscheinenden Neuen
Westfäliscxhen (Mittwochausgabe). Wendt plädiert für einen Ausbau der
Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen. Das Zugpersonal „muss man
manchmal besser ausbilden und ausrüsten. Das ist nicht immer
ausreichend der Fall“, so Wendt. Sogenannte „Train Marshalls“ –
parallel zu den „Sky Marshalls“ im Flugverkehr – nannte Wendt
„natürlich eine Option“. Solche zusätzlichen Sicherheitsleute könnten
Bahnbedienstete sein. Bereits 2015 hatte die EU-Kommission bewaffnete
„Train Marshalls“ bei besonderen Gefährdungslagen gefordert, als ein
Mann in einem französischen Zug zwei Menschen schwer verletzt hatte.
Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG forderte mehr
Anstrengungen der DB für die Sicherheit. „In kritischen Bereichen
fordern wir eine Doppelbesetzung sowie den Einsatz von qualifiziertem
Sicherheitspersonal“, so ein EVG-Sprecher. In dieser Woche wolle die
EVG zum Runden Tisch einladen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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