Neue Westfälische (Bielefeld): Vorsitzender der NRW-Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion fordert Führungsstärke von Parteichef Gabriel

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Bielefeld (ots). Die SPD setzt sich für die
Bundestagswahl 2017 ein Wahlergebnis von 30 Prozent zum Ziel. Diesen
Anspruch formuliert der Vorsitzende der NRW-Landesgruppe in der
SPD-Bundestagsfraktion, Achim Post. Er sagte in einem Gespräch mit
der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“
(Donnerstagsausgabe): „Sozialdemokratische Parteien in ganz Europa
sind kaum noch in der Lage Ergebnisse von über 40 Prozent zu
erreichen. Selbst die erfolgsverwöhnte Sozialdemokratie in Schweden
liegt bei 30 Prozent. Das ist auch die Zielmarke der SPD.“ Die
Partei müsse wieder mehr Politik wagen, so Post. Für eine bloße
Leistungsbilanz werde die SPD wieder nur so viele Stimmen erreichen
wie 2013, als sie bei 25,7 Prozent lag. „Die Menschen wollen zu Recht
von uns wissen, was wir in den nächsten zehn Jahren für sie erreichen
wollen. Die SPD ist dann stark und mehrheitsfähig, wenn sie die
Partei der Arbeit ist, wenn sie sich um die kümmert, die gearbeitet
haben oder jetzt in Arbeit sind.“ Von Parteichef Sigmar Gabriel
erwartet Post, dass „er weiter Führung zeigt“. Generell könne die SPD
ein neues Godesberger Programm, wie es 1959 verfasst wurde, zur
Modernisierung der Partei gebrauchen. „Wir müssen eine starke
Mitgliederpartei bleiben, die wieder attraktiver für politisch
Interessierte wird – vor allem für junge Leute.“

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
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