neues deutschland: Abgeordnete von SPD, Grünen und Linke kritisieren Berliner Frauenpolitik

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Die frauenpolitischen Sprecherinnen von Linkspartei
und Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus stellen der Frauenpolitik der
Großen Koalition in der Hauptstadt ein schlechtes Zeugnis aus.
»Geschlechtergerechtigkeit war für diese Koalition ein Fremdwort«,
sagte die LINKE-Politikerin Evrim Sommer in einem Gespräch mit der
Tageszeitung „neues deutschland“ (Samstagausgabe). Sie kritisierte,
dass die Mitarbeiterinnen von Frauenprojekten untertariflich bezahlt
werden und dass es beim Thema Prostitution oft nur um Strafverfolgung
gehe. »Rot-Schwarz hat die letzten fünf Jahre verpennt«, sagte die
Grünen-Abgeordnete Anja Kofbinger. Sie forderte ein siebtes
Frauenhaus für Berlin, die bisherigen seien überfüllt, auch wegen des
Zuzugs von geflüchteten Frauen und Kindern. Zudem verlangte sie ein
stärkeres Engagement gegen Cybergewalt und sexistische Werbung. Die
SPD-Politikerin Ina Czyborra übte in diesem Zusammenhang Kritik an
der CDU: »Der Koalitionspartner war der Meinung, dass die Wirtschaft
zusammenbricht, wenn man keine nackten Frauen mehr für Autos werben
lässt.«

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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