neues deutschland: Bankenexperte Rügemer kritisiert Empörung nach Panama-Enthüllungen

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Der Publizist Werner Rügemer hält die Empörung, für
die die „Panama Papers“ in den vergangenen Tagen gesorgt haben, für
nicht gerechtfertigt. „Welcher Aufwand, um den Hinterziehungsstandort
aufzumischen, der in der Weltrangliste bestenfalls auf Platz 13
steht!“, schreibt der Bankenexperte in einem Gastbeitrag für die in
Berlin erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“
(Freitagausgabe). Das „organisierte Briefkastengewerbe“ bestehe seit
Jahrzehnten – und dass mitten in Europa.

„Führend in der EU sind die Finanzoasen Luxemburg und die
Niederlande. Ihre politischen Vertreter haben dort auch den größten
Einfluss: Juncker als Präsident der Europäischen Kommission, der
niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem als Vorsitzender
der Euro-Gruppe.“

Auch deutsche Spitzenpolitiker machten laut Rügemer immer wieder
durch dubiose Finanzpraktiken auf sich Aufmerksam. „CDU, CSU und FDP
wurden seit der Gründung der Bundesrepublik von Deutsche Bank,
Siemens & Co. über Briefkastenfirmen in der Schweiz und Liechtenstein
finanziert. Einer der besten Freunde von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl
war Herbert Batliner, dem die größte Briefkastenagentur des
Fürstentums Liechtensteins gehörte.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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