neues deutschland: Berliner Gewässer zunehmend durch Medikamentenrückstände belastet

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In Berlin wird derzeit ein Großversuch vorbereitet,
mit dem die Reinigung der Oberflächengewässer von
Medikamentenrückstände durch ein neues Verfahren getestet werden
soll. Das geht aus der Antwort des Berliner Senats auf eine Anfrage
des LINKE-Abgeordneten Klaus Lederer zur Grundwasserqualität in der
Hauptstadt hervor, die der in Berlin erscheinenden Tageszeitung
„neues deutschland“ (Mittwochsausgabe) vorliegt. In dem Versuch soll
das Verfahren der „Aktivkohledosierung“ auf seine
„Praxistauglichkeit“ untersucht werden, erklärte Staatssekretärin
Regula Lüscher. Vorausgegangen war das Forschungsprojekt Askuris der
Technischen Universität Berlin (TU), bei dem von November 2011 bis
April 2015 Spurenstoffe im Ablauf von Kläranlagen, der
Oberflächenaufbereitungsanlage und während der Uferfiltration
untersucht wurden. Dabei wurde nachgewiesen, dass in Folge des
demografischen Wandels der Gesellschaft der Medikamentenverbrauch in
den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Viele Spurenstoffe können
aber offenbar sehr effektiv bei der Reinigung im Wasserwerk Tegel
entfernt werden. Laut Senat haben die im Landesmessnetz untersuchten
Grundwasserproben „keine Trendentwicklung für Arzneimittelrückstände“
gezeigt. Die Ergebnisse liegen bis „auf wenige Einzelwerte“ konstant
unter 0,05 Mikrogramm pro Liter.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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