neues deutschland: Bundesregierung plant Entschädigung sowjetischer Kriegsgefangener ab Herbst

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Das Antragsverfahren zur Entschädigung sowjetischer
Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg soll im dritten Quartal dieses
Jahres in Gang gesetzt werden, unmittelbar danach soll mit den
Bewilligungsverfahren begonnen werden. Dies plant die
Bundesregierung, wie aus einer Antwort an die Linksfraktion im
Bundestag hervorgeht, die der in Berlin erscheinenden Tageszeitung
„neues deutschland“ vorliegt und über die das Blatt in seiner
Mittwochausgabe berichtet. Gegenwärtig arbeitet die Bundesregierung
nach eigener Auskunft an einer Richtlinie zu den Einzelheiten des
Antragsverfahrens. Der Bundestag hatte im Mai beschlossen, eine
symbolische Entschädigung der noch lebenden Kriegsgefangenen in den
ehemaligen Ländern der Sowjetunion in Höhe von insgesamt zehn
Millionen Euro in die Wege zu leiten.

Auf eine zügige Umsetzung des Beschlusses drängt Jan Korte,
Fraktionsvize der Linken, in „neues deutschland“. „70 Jahre mussten
diese Menschen warten bis ihnen eine symbolische Anerkennung
zugesprochen wurde, jetzt muss die Umsetzung so schnell wie irgend
möglich erfolgen.“ Überdies mahnt Korte über die schlichte Auszahlung
der Summe von schätzungsweise 2500 Euro hinaus eine Geste des
Bundestages an, „in der das Leid der Opfer und die deutsche Schuld
anerkannt werden“. Er kündigte hierzu in Kürze Vorschläge seiner
Fraktion an.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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