neues deutschland: Chirurg von „Ärzte ohne Grenzen“: In Jemen droht Zusammenbruch der medizinischen Versorgung

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Der für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen
tätige Chirurg Dr. Michael Winter sieht eine drastische
Verschlechterung der humanitären Situation in Jemen. „Durch die
Wirtschaftsblockade hat die Mangel- und Unterernährung deutlich
zugenommen. Die medizinische Versorgung ist komplett
zusammengebrochen“, sagte der Arzt in einem Interview mit der in
Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“
(Mittwochausgabe). Winter war von Mitte Februar bis Mitte März in
einem Krankenhaus in der im Süden von Jemen gelegenen Stadt Aden
eingesetzt.

Aus Sicherheitsgründen durfte er die Einrichtung nicht verlassen.
Gegenüber „nd“ berichtete er von Anschlägen, Selbstmordattentaten und
Attacken auf Militärposten, die sich während seines Einsatzes in der
Stadt ereignet haben. „Besonders der Süden ist problematisch, weil
dort die Arabische Koalition offensichtliche Schwierigkeiten damit
hat, die Kontrolle zu behalten und sich deshalb islamistische Gruppen
ausgebreitet haben.“ Seine Hilfsorganisation sei zudem in anderen
Teilen des Landes von Bombenabwürfen betroffen gewesen: „Es sind auch
drei Ärzte ohne Grenzen-Krankenhäuser im Norden des Jemen getroffen
worden.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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