neues deutschland: Deutsche AIDS-Hilfe: Versorgungslücken bei Behandlung auch in Deutschland schließen

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Die Deutsche AIDS-Hilfe appelliert am Ende der
Welt-Aids-Konferenz in Durban an die Staatengemeinschaft,
Finanzierungs- und Versorgungslücken zu schließen. „Es ist eine Frage
des Willens“, schreibt der Sprecher der Deutschen AIDS-Hilfe, Holger
Wicht, in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende
Tageszeitung „neues deutschland“ (Montagausgabe). „Aus genau diesem
Grund sollte das wirtschaftsstarke Deutschland jetzt mit gutem
Beispiel vorangehen und seinen mageren Beitrag zum Globalen Fonds auf
400 Millionen Euro pro Jahr verdoppeln“, so Wicht. Deutschland müsse
zudem „seine Hausaufgaben“ bei der medizinischen Versorgung von
HIV-infizierten Menschen machen. Personen ohne Aufenthaltspapiere
müssen ihre Abschiebung riskieren, wenn sie sich in ärztliche
Behandlung begeben. Zudem mangele es an sauberen Spritzen in
Haftanstalten. In zehn Bundesländern gebe es keine Drogenkonsumräume.
„Todesfälle und vermeidbare HIV- und Hepatitis-Infektionen sind die
Folge“, so Wicht. Er fordert daher, die Erkenntnisse der
Internationalen Aids-Konferenz ernst zu nehmen: „Schließt die Lücken
– jetzt!“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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