neues deutschland: Ein Jahr Pegida und ein Kommentar von Sigmar Gabriel

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Sigmar Gabriel ist ein gutes Beispiel. Leider für
nichts Gutes. Der SPD-Chef steht – natürlich nicht allein, aber doch
sehr weit vorne – für die politischen Fehler, die die Pegida-Bewegung
in nur einem Jahr unkontrollierbar und lebensgefährlich gemacht
haben. Als es losging mit den »islamkritischen« Aufmärschen in
Dresden, wurde gewarnt, dass sich dort Rassisten, Antisemiten, Nazis
und Hooligans tummeln. Doch statt konsequenter Kritik an den Hetzern
folgte konsequentes Kuscheln mit ihnen. Mittendrin beim Dialog (wenn
auch als zuhörende Privatperson) mit den »besorgten Bürgern«: Sigmar
Gabriel.

Dann brannten Flüchtlingsheime, in immer schnellerer Abfolge. Und
statt von einem Nazi- und Rassistenproblem zu sprechen, das
Deutschland hat, wurde in der angeblichen Flüchtlingskrise nicht etwa
mit allen Mitteln gegen die ausführenden und geistigen Brandstifter
vorgegangen. Nein, wie zur Bestätigung der Pegida-Forderungen wurde
willig und im Eiltempo das Asylrecht verschärft. Mittendrin: Gabriels
Sozialdemokraten.

Und nun seine Äußerung nach der Messerattacke in Köln auf die
Wahlkandidatin Henriette Reker: »Lange war es nur unanständig, was
#AfD und #NPD treiben. Jetzt wird es gefährlich.« Unanständig?
Anstachelung zu Mordversuchen? Ernsthaft nur unanständig? Mit
Sicherheit nicht! Nasepopeln und sich am Hintern kratzen sind
vielleicht unanständig. Was im Namen von Pegida und Co. geschieht,
ist potenziell tödlich – und das seit einem Jahr!

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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