neues deutschland: Empörende Äußerungen der AfD-Chefin Petry

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Notfalls müssten Polizisten an der Grenze auch von
der Schusswaffe Gebrauch machen, um Flüchtlinge aufzuhalten. Ob
Frauke Petry selbst einen Waffenschein hat? Egal. Auch ohne sind
solche Herrenmenschen kreuzgefährlich. Denn die AfD findet mit ihrer
Hetze wider Menschlichkeit wachsenden Zuspruch. In der jüngsten
Umfrage des Emnid-»Sonntagstrends« stieg die Partei bundesweit zur
drittstärksten Kraft auf. Hinter Union und SPD reiht sie sich ganz
demokratisch vor der Linkspartei und den Grünen ein. Was also soll da
das Gerede, laut dem die Selbstdemaskierung das beste Mittel gegen
die AfD ist? Die wirtschaften nicht einfach ab und auch eine immer
wieder angedrohte Beobachtung der organisierten offensichtlichen
Verfassungsfeinde stärkt höchstens deren Selbstbewusstsein. Auch die
Verweigerung, AfD-Führern öffentlich Paroli zu bieten, wird zumindest
von jedem zehnten Bürger als Angst begriffen. Die Radikalisierung der
AfD und anderer in ihrem Schatten kennt keine Grenzen mehr. Doch
gerade weil es so eine Horrorvorstellung ist, dass Leute wie Petry,
Storch oder Höcke noch mehr politischen Einfluss gewinnen, muss das
Zurückweichen der etablierten Parteien aufhören. Sonst wird dumpfer
nationalistischer Fremdenhass nach und nach auch hierzulande
Staatsräson. Wann endlich einigt man sich in Kommunen, Ländern und
bundesweit – über Parteiendifferenzen hinweg – auf eine
AfD-Obergrenze? Bevor deren bürgerlich gefällige braune Brühe weiter
über alle demokratische Ufer schwappt.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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