neues deutschland: Ersatzkassen-Chefin fordert Ende unwirtschaftlicher Strukturen: Nicht länger Krankenhäuser belohnen, die statt Qualität Masse produzieren

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Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der
Ersatzkassen, Ulrike Elsner, hat mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für
die Krankenkassen bei der Finanzierung von Kliniken gefordert. »Es
macht keinen Sinn, allen Krankenhäusern Jahr für Jahr mehr Geld in
die Hand zu geben«, sagt Elsner gegenüber der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung »neues deutschland« (Donnerstagausgabe). Damit
verfestige man unwirtschaftliche Strukturen anstatt die Versorgung
der Versicherten zu verbessern. Die derzeit wirkenden Strukturen
würden Krankenhäuser belohnen, die statt Qualität Masse produzierten.
»Das muss ein Ende haben«, sagte die Vorstandsvorsitzende des
Verbandes, der fünf gesetzliche Krankenkassen mit 25 Millionen
Versicherten vertritt. Die Kassen müssten künftig bei der
Krankenhaus-Finanzierung »auch mehr mitgestalten, und nicht auf die
Funktion des reinen Zahlers reduziert werden«.

Elsner verwies auch auf eine OECD-Studie, der zufolge in
Deutschland doppelt so häufig operiert werde wie im Durchschnitt der
OECD-Länder. Dies habe zu Verunsicherung unter den Patienten geführt.
Elsner forderte, mit stärkerer Kontrolle der Krankenhäuser und einem
Umbau des Gebührensystems bei den Patienten das Vertrauen
wiederherstellen, dass nicht operiert werde, weil die Klinik damit
Geld verdient, sondern weil es medizinisch notwendig ist. Vor
planbaren Operationen sollte der Patient eine Zweitmeinung einholen,
forderte Elsner.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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