neues deutschland: Fischer-Biograf Schmidtüber den Ex-Außenminister: Er wollte nur eines – Macht über Menschen

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Kurz vor dem 65. Geburtstag von Joschka Fischer am
11. April hat der »Stern« die Geschichte einer
Molotow-Cocktail-Attacke vom 10. Mai 1976 in Frankfurt am Main neu
aufgerollt, bei der ein Polizeibeamter beinahe sein Leben verlor. Für
Fischer-Biograf Christian Y. Schmidt enthielt der Beitrag durchaus
Neuigkeiten von Brisanz, wie er in einem Interview mit der
Tageszeitung „neues deutschland“ (Donnerstagausgabe) bebekundet. Es
gäbe nunmher zwei Zeugen, die bestätigen, dass Fischer am Vorabend
jener Demonstration sich für den Einsatz von Molotow-Cocktails stark
gemacht habe. Das jedoch hat der ehemalige Außenminister und
Grünen-Spitzenpolitiker stets bestritten. „Dass sich Fischer nicht
erinnern kann, glaube ich ihm nicht“, sagt Schmidt. „Der Abend, die
darauf folgende Demo und schließlich seine Festnahme: Das waren die
wichtigsten Tage in seinem Leben.“

Für den ehemaligen Redakteur der Satire-Zeitschrift „Titanic“, der
1998 eine Fischer-Biografie unter dem Titel „Wir sind die
Wahnsinnigen“ veröffentlicht hat, ist der eigentliche Skandal jedoch
nicht die Vergangenheit des Ex-Bundesministers, sondern dessen
eigener Umgang mit dieser. Es gehe jetzt darum, „ob Fischer mit
seiner teilweise erfundenen Biografie durchkommt oder ob sich diese
Biografie der historischen Wahrheit annähert“. Schmidt übt auch
Kritik an den deutschen Medien, denen es seiner Meinung nach
großteils an Aufklärungswille fehle. Über die einstige Ikone der
Grünen urteilt Christian Y. Schmidt: „Fischer ist kein Verräter. Für
Fischer gab es immer nur Fischer. Und der wollte vor allem eines:
Macht über Menschen.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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