neues deutschland: Flüchtlinge müssen in Berlin lange auf Kontoeröffnung warten

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Flüchtlinge in der Hauptstadt müssen derzeit lange
auf die Eröffnung eines Kontos bei einer Bank warten. In ganz Berlin
gibt es nach Recherchen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung
»neues deutschland« (Mittwochsausgabe) lediglich zwei Filialen der
Berliner Sparkasse, die dafür zuständig sind. Vor den
Kreditinstituten in Wilmersdorf und Lichtenberg bilden sich derzeit
täglich Schlangen, die an die kritischen Zustände vor dem Landesamt
für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) aus den vergangenen Monaten
erinnern.

Laut Angaben des Berliner Flüchtlingsrates wollen derzeit täglich
60 Flüchtlinge in der Hauptstadt ein Konto beantragen, lediglich 30
von ihnen bekämen jedoch einen Termin. Ein ehrenamtlicher
Unterstützer berichtet von der »unwürdigen Situation« vor Ort. »Trotz
seiner Körperbehinderung musste der junge Mann, den ich begleitete,
mehrere Stunden im Stehen vor der Sparkasse warten«, so der Helfer
gegenüber »neues deutschland«.

Die Berliner Sparkasse wies gegenüber »nd« die Vorwürfe zurück.
Nach Angaben der Bank habe man bereits 13.000 Konten für Flüchtlinge
eröffnet, nun seien andere Banken am Zug. »Wir leisten mit den beiden
Filialen bereits einen großen Beitrag«, erklärte eine Sprecherin.
Weitere Kundencenter für Flüchtlinge seien daher nicht geplant.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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