neues deutschland: Gerontologin Heusinger: Rassismus vor allem beiÄlteren

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Berlin. Der gesellschaftliche Diskurs in
Deutschland sei viel zu stark auf junge, glattrasierte Nazis
fokussiert. Dies meint die Gerontologin Josefine Heusinger,
Professorin am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen der
Hochschule Magdeburg-Stendal, im Gespräch mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Montagausgabe).
Rassistische Einstellungen finde man „deutlich stärker bei Älteren“.
Gerade Menschen um die 50 Jahre nähmen heute an Pegida-Aufmärschen
teil. „Die waren schon mal auf der Straße, haben damals ein Regime
weggefegt“, meint Heusinger mit Blick auf die Demonstrationen vor 25
Jahren in der DDR. „Jetzt fühlen sie sich ausgeliefert, verlieren die
Kontrolle über ihre Lebensumstände. Sie haben das Empfinden, diese
Demokratie funktioniert nicht“, so die Wissenschaftlerin, die an
ihrer Hochschule die Ringvorlesung »Von der Mitte bis zum braunen
Rand« ins Leben gerufen hat. Hartz-IV war der Motor zu einer
Entsolidarisierung unserer Gesellschaft. In der heutigen Zeit eines
Wertewandels habe kaum mehr Anspruch auf Solidarität, wer
wirtschaftlich nicht erfolgreich sei. „Daraus wachsen Abwehrreflexe,
auch gegen Zuwanderer.“

Pressekontakt:
neues deutschland
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Telefon: 030/2978-1759

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