neues deutschland: Grünen-Politiker fordern Rücktritt von Bauernverbandspräsidenten Rukwied, LINKE-Abgeordnete Tackmann: Kritische Debatte notwendig

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Die bayerische Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger
(Grüne) sowie der Kreisverband Passau Land der Grünen haben den
Präsidenten des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, in einem
Brief zum Rücktritt aufgefordert. Darüber berichtet die in Berlin
erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“ (Mittwochausgabe). Als
Grund nennen die Grünen-Politiker, dass Rukwied in seiner Funktion
als Präsident des »Forum moderne Landwirtschaft« auch für den
Saatgutriesen Monsanto tätig sei. Der Konzern ist ein Hersteller des
wahrscheinlich gesundheitsschädigenden Pestizids Glyphosat. Harald
Ebner, in der Grünen-Bundestagsfraktion Sprecher für Gentechnik- und
Bioökonomiepolitik, sagte dem „neuen deutschland“: »Joachim Rukwied
sollte sich fragen, wessen Interessen er vertritt – und die
Mitglieder im Bauernverband hätten jedes Recht dazu, ihn das zu
fragen.« Die LINKE-Abgeordnete Kirsten Tackmann teiltedem „nd“ mit:
»Wenn es stimmt, dass Herr Rukwied persönlich mit der Chemieindustrie
verbandelt ist, muss es im Deutschen Bauernverband endlich eine
kritische Debatte geben.« Eine solche Politik ginge auf Kosten vieler
landwirtschaftlicher Betriebe, die die Zeche zum Wohl der großen
Agrochemie-, Handels- und Verarbeitungskonzerne zahlen müssten, so
Tackmann.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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