neues deutschland: Internationaler Währungsfonds muckt gegen Deutschland auf

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Der Finanzmonitor des Internationalen Währungsfonds
(IWF) sieht vor der Herbsttagung die Welt derzeit in einer
Schuldenfalle. „Die Verschuldung ist insbesondere im Bereich des
Privatsektors enorm gestiegen. Allerdings beschränkt sich der IWF
bislang auf eine Problembeschreibung und auf Warnungen“, sagte Rainer
Falk der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“
(Freitagausgabe). Falk verfolgt als Herausgeber des
Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung seit Jahren die
Arbeit des Internationalen Währungsfonds. Durch hohe Schulden werde
Nachfrage und damit Wachstum verhindert, durch schwaches Wachstum
werde der Abbau der Schuldenlast erschwert. IWF-Chefin Christin
Lagarde fordert deshalb öffentliche Investitionen von Ländern, die
fiskalischen Spielraum haben. Sie nennt ausdrücklich Deutschland,
Kanada und Südkorea. „Es ist interessant, dass jetzt beim IWF immer
mehr kritische Stimmen laut werden, die die Austeritätspolitik
infrage stellen und eine aktive Fiskalpolitik fordern“, so Falk. „Das
läuft völlig dem Dogma der Schwarzen Null zuwider, wie es allen voran
von Deutschland gepredigt wird. „

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