neues deutschland: Kassenchef fordert Rückkehr zu paritätischer Gesundheitsfinanzierung

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Für eine neue Debatte über die paritätische
Finanzierung des Gesundheitssystems durch Beschäftigte und
Unternehmen hat sich der Vorsitzender der Ersatzkassen, Christian
Zahn, ausgesprochen. Man müsse prüfen, „ob es richtig ist, dass der
Gesetzgeber die Arbeitgeberbeiträge für die gesetzlichen
Krankenkassen dauerhaft auf 7,3 Prozent festgelegt hat und alle
künftigen Zusatzkosten den Versicherten alleine aufs Auge drückt. Ich
glaube, das ist nicht erträglich und ist auch sozial nicht
aushaltbar“, sagte Zahn der Tageszeitung „neues
deutschland“(Mittwochausgabe). „Wir müssen zu einer echten Parität
zurückkehren.“ Wenn die Arbeitgeber nicht an den steigenden Kosten
beteiligt werden, sinke ihr Interesse an der weiteren Entwicklung im
Gesundheitswesen. Es sei im übrigen absurd, wenn der Gesetzgeber die
Kassen zwinge, für Krankheitsvorsorge in den Betrieben erheblich mehr
Geld auszugeben, die Unternehmen das aber nicht mitfinanzieren
müssten. Zahn hofft, dass die Parteien dieses Thema vor den
Bundestagswahlen 2017 aufnehmen.

Einem Medienbericht zufolge geht Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble (CDU) in seinem neuen Finanzplan von einer Steigerung des
durchschnittlichen Zusatzbeitrags bei der Gesetzlichen
Krankenversicherung aus. Die Höhe des erwarteten Anstiegs sei
allerdings noch unklar. Derzeit liegt der Durchschnittsbeitrag der
gesetzlichen Krankenkassen bei 15,5 Prozent. Laut Zahn werden in den
nächsten Jahren 3,8 Milliarden Euro zusätzlich gebraucht.

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neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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