neues deutschland: Kubanischer Historiker Ramirez: USA wollen weiterhin Regimechange

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Die Öffnung der USA gegenüber Kuba ist nach Ansicht
des kubanischen Historikers Elier Ramírez Cañedo „eine profunde
taktische Anpassung der Strategie, ohne am Ziel etwas zu ändern:
Regimechange“. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung „neues deutschland“ (Donnerstagausgabe) äußerte Ramirez
sich angesichts der Regierungswechsel in Argentinien, Brasilien und
die Krise in Venezuela besorgt über die Situation seiner Heimat: „Für
Kuba bedeutet das schlicht, dass wir uns in einem neuen Szenario
behaupten müssen, das weit weniger vorteilhaft ist als das, was wir
bis 2014 hatten. Die USA wussten damals, dass eine ganze Region
hinter Kuba stand, vor allem Venezuela unter Präsident Hugo Chávez,
der uns viel geholfen hat, aber auch die anderen Linksregierungen von
Argentinien, Brasilien, Bolivien und Ecuador zum Beispiel.“
Innenpolitisch sieht Ramirez die mit dem wachsenden Privatsektor
wachsende Ungleichheit als größtes Problem: „Die Idee ist, ausgehend
von einer Besteuerung dieses Sektors eine fiskalische Kontrolle zu
erreichen und die Steuereinnahmen für eine bessere Umverteilung des
Reichtums einzusetzen und so allgemein den Lebensstandard zu erhöhen.
So soll allmählich das Lohnniveau in den anderen Sektoren angehoben
werden können. Zum Beispiel die Löhne im öffentlichen
Gesundheitssektor, um die Arbeitsplätze dort attraktiver zu machen
und der Abwanderung gegenzusteuern.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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