neues deutschland: Landespolitiker der Linken gegen Lafontaines Vorstoß zum Euro-Ausstieg: richtige Analyse, falsche Forderung

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Mehrere Landespolitiker der Linkspartei haben den
Vorschlag von Oskar Lafontaine, schrittweise aus dem Euro
auszusteigen und zu einem zu einem Währungssystem zurückkehren, das
Auf- und Abwertungen erlaubt, zurückgewiesen. »Ich teile seine
Analyse, aber ich würde deswegen nicht so weit gehen zu sagen, dass
wir wieder unterschiedliche Währungen brauchen«, sagte der
rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Alexander Ulrich der in
Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland«
(Freitagausgabe). Es gehe vielmehr darum, in Deutschland Lohn- und
Steuerdumping zu beenden, um die Binnennachfrage zu stärken.

Ablehnend äußerte sich auch der hessische Landtagsabgeordnete und
Landesvorsitzende Ulrich Wilken. »Für mich steht fest, dass eine
falsche Politik durch eine andere Währung nicht richtig wird. Das
Problem liegt nicht in der gemeinsamen Währung, sondern in der
Austeritätspolitik in den Krisenländern und der Lohnzurückhaltung der
Gewerkschaften«, so Wilken gegenüber »neues deutschland«.

Der Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Rüdiger Sagel,
sagte, Lafontaine habe einen »diskutablen Vorschlag« gemacht. Er sei
jedoch »nicht der Meinung, dass eine Abschaffung des Euro die
grundlegende Lösung in der Krisenpolitik wäre. Richtig ist es aber,
das Währungssystem zu überprüfen.« Bisher sei nur auf die Krisen
reagiert worden, statt zu erörtern, welche Faktoren zur Krise geführt
hätten und wie sie sozial gelöst werden könnten, so Sagel.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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