neues deutschland: Landrat warnt vor Verkehrskollaps am BER

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Vor einem drohenden Verkehrskollaps im Umfeld des
künftigen Haupstadtflughafens BER warnt der Landrat von
Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD). „Wenn der Flughafen BER in
Betrieb geht – ganz gleich übrigens, ob im November 2017 oder im März
2018 – dann rechne ich damit, dass es im Flughafenumfeld zu einer
hohen Überlastung der Verkehrsinfrastruktur, ja zum Verkehrskollaps
kommt“, sagte Loge im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung „neues deutschland“ (Mittwochausgabe).

Die Auswirkungen des anwachsenden Luftverkehrs in Schönefeld auf
das umliegende Straßennetz seien schon jetzt, da am BER noch gebaut
werde, beträchtlich. Schon heute sorge das „normale Leben“ für volle
Straßen, seien viele Landes- und Kreisstraßen überlastet und müssten
dringend ausgebaut werden. Wenn der BER ans Netz gehe, dann bleibe
auch der bisherige Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) als
Billigflieger-Terminal voll in Betrieb. Bei Schließung des Flughafens
Tegel hätten BER und SXF insgesamt rund 30 Millionen Passagiere pro
Jahr abzufertigen, erinnerte der Landrat. Dazu kämen nach Schätzung
seiner Kreisverwaltung sofort rund 20.000 Arbeitskräfte am neuen
Standort, die täglich zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln müssten.
All diese Menschen müssten über das bestehende System von Straßen
(insbesondere B96), Autobahn (A113) sowie Schiene (Regional- und
Fernverkehr sowie S-Bahn) bewältigt werden.

Loge erneuerte seine Forderung nach einem großräumigen
Verkehrskonzept, um der sich abzeichnenden Probleme Herr werden zu
können. Daran müssten sich alle Akteure beteiligen.

Pressekontakt:
neues deutschland
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