neues deutschland: Lehrerin ließ Schüler in Berlin verbotenes Horst-Wessel-Lied singen

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Eine Musiklehrerin hat vor Ostern Schüler einer
Oberstufe der 11. Oberschule in Köpenick das verbotene
»Horst-Wessel-Lied« singen und dazu marschieren lassen. Das
Gymnasium, das den Ehrentitel der jüdischen Emigrantin »Emmy Noether«
trägt, die als Wissenschaftlerin in den dreißiger Jahren aus
Deutschland von den Nazis vertrieben wurde, ist Mitglied des
Verbandes »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«.

Berlins Polizeisprecher Stefan Redlich bestätigte gegenüber der in
Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland«
(Mittwochsausgabe) den Vorfall. Man habe die Musiklehrerin vernommen,
sagte Redlich. Die Pädagogin soll sich auf den Rahmenlehrplan bezogen
haben, der eine Auseinandersetzung mit dem neonazistischen Liedgut
vorsehen soll. Die Schüler aus der 11. Klasse der Oberstufe konnte
die Polizei dagegen nicht zu dem Vorfall vernehmen, weil die Schule
sich weigerte, der Polizei Namen der Schüler zu benennen, die das
Lied mitsingen sollten.

»Wir haben den Vorgang deshalb jetzt an die Staatsanwaltschaft
übergeben«, erklärte Redlich. Zuvor hatte es bereits eine Anzeige
wegen Volksverhetzung gegeben. Das »Horst-Wessel-Lied« ist bereits
seit 1945 verboten.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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