neues deutschland: Linker Sportpolitiker Hahn für umfassende Debatte über Zukunft von Olympia und praktische Alternativen

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Der linke Bundestagsabgeordnete André Hahn warnt zu
Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro davor, die Krise des
internationalen Sports nur auf die Dopingskandale zu reduzieren. Die
Vorwürfe gegen russische Sportler, Trainer und Funktionäre müssten
genau geprüft werden. Aber: »Die ursprüngliche olympische Idee eines
Pierre de Coubertin vom friedlichen sportlichen Wettstreit der Jugend
der Welt unter dem Motto –Dabei sein ist alles– wurde nicht erst im
Vorfeld von Rio pervertiert«, schreibt Hahn in einem Gastbeitrag für
die in Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland«
(Freitagausgabe).

Die zunehmende Kommerzialisierung und undurchsichtige
Vergabepraxis der Spiele, ausufernde Kosten sowie der vom IOC
geförderte Gigantismus in den Austragungsorten, der weitgehende
Verzicht auf soziale und ökologische Standards und die
Verweigerungshaltung der »Alt-Herren-Riege im IOC« gegenüber
durchgreifenden Reformen haben nach Ansicht des sportpolitischen
Sprechers der Linksfraktion den Ruf des Sports und die Akzeptanz von
sportlichen Großveranstaltungen ebenso massiv beschädigt wie die
Skandale beim Fußball-Weltverband FIFA.

Seiner eigenen politischen Strömung, der Linken, macht Hahn
indirekt zum Vorwurf, keine Alternativen vorzubringen. »Wer anderswo
aus guten Gründen Demokratiedefizite oder die Verletzung von
Menschenrechten und Umweltstandards kritisiert, muss sich zumindest
fragen lassen, ob es nicht besser wäre, mal praktisch zu zeigen, dass
es auch kleiner, bescheidener und nachhaltiger gehen kann«, so Hahn.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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