neues deutschland: Mieterbund gegen verstärkte Unterbringung von Flüchtlingen in Ostdeutschland

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Gegen Vorschläge, Flüchtlinge angesichts des
höheren Wohnungsleerstands verstärkt in den Osten zu schicken, hat
sich der Deutsche Mieterbund (DMB) ausgesprochen. „Wir werden das
Problem nicht lösen, wenn wir die Flüchtlinge nur dort unterbringen,
wo freie Wohnungen sind“, erklärte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten
gegenüber der Berliner Tageszeitung „neues deutschland“
(Dienstagausgabe). Entsprechend des „Königsteiner Schlüssels“ sollten
die Asylbewerber im gesamten Land verteilt werden, „wesentlich mehr
in Nordrhein-Westfalen als in Brandenburg“, so Siebenkotten. Zudem
sei der Leerstand kein Ostproblem allein; auch im Westen gebe es in
vielen Gebieten leerstehende Wohnungen. „Das Problem besteht vielmehr
zwischen Ballungszentren und Nichtballungszonen.“ Der DMB-Direktor
verwies auf die Gefahr zunehmender sozialer Spannungen: „Ich glaube
nicht, dass es dem sozialen Frieden dient, die Situation in Gebieten
weiter anzuheizen, in denen ohnehin schon eine angespannte soziale
Lage herrscht.“ Vielmehr gehe es darum, dass die Bundesregierung
endlich den sozialen Wohnungsbau vorantreibt. „Diese bisherige
Zurückhalterei ist unerträglich“, erklärte Siebenkotten.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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